Wir haben natürlich, wie die meisten Imker in Deutschland, die relativ "sanftmütigen" Honigbienenrassen "Carnica" und seit  2017 "Buckfast" bei uns im Garten zu stehen, wobei durch Standbegattung letzten Endes immer so eine Art "Berliner Landrasse" entsteht. Stiche gab es bis jetzt nur sehr, sehr selten und dann durch eigene Schuld. Barfuß über blühenden Klee laufen sollte man lieber nicht... mit einem lauten Rasenmäher auch nicht direkt an den Fluglöchern vorbeifahren... Federball spielen geht aber schon ab einem Abstand von ca. 10m ohne von Wächterbienen verscheucht zu werden. 

Gehalten werden sie hauptsächlich in Magazin-Beuten DNM (Deutsch-Normal-Maß) aber auch in einer Naturbau-Magazinbeute nach Èmile Warrè und seit 2015 auch in einer Top Bar Hive.

Bilder:

 

2011

Bei der Durchsicht in einem Volk die Königin zu finden ist nicht so einfach ! Am besten gleich einfangen und zeichnen, wenn man sie mal entdeckt... Sonst reicht aber auch ein Blick auf die Brutwaben um zu sehen, ob eine fleißige Königin im Volk ist. 

Dieses Jahr (2012) haben wir keine Königin gesucht und gezeichnet, der Blick auf die Brut reicht ja auch. Bei der Haltung in Warre - Beuten (zur Zeit 2 von 7 Völkern) hat man auch kaum andere Möglichkeiten. Um so schöner ist es dann, wenn ein paar Wochen nachdem der Schwarm eingesiedelt wurde durch die Glasscheibe die erste verdeckelte Brut zu sehen ist:

Und der Honig sieht auch schon lecker aus oder ? Naja hier nicht ganz scharf, weil der Fokus auf den Brutwaben liegt...

 

2015...

...habe ich angefangen Königinnen der Rasse Carnika mit Zuchtstoff aus dem 

Länderinstitut für Bienenkunde 
Hohen Neuendorf e.V.

gezielt nachzuzüchten und natürlich jetzt auch immer zu zeichnen.

 

2016:

Dieses Jahr werde ich als Ergänzung die angeblich noch weniger schwarmlustige und ebenso sanftmütige Biene aus der Buckfast Zucht mit in meine Imkerei aufnehmen. 

Zunächst mal wurde aber auch die Betriebsweise auf 1 Brutraum mit Absperrgitter umgestellt, das hat einige Vorteile. So sehen dann die Waben aus:

Brutwaben bis in die Ecken verdeckelt:

 

Virtuelles Brutnest + Pollen + Honigkranz darüber. Der leere Raum wirkt Schwarmmindernd. Der Honigkranz wird nicht geschleudert und bleibt als Futterreserve in Trachtlücken oder schlecht- Wetterperioden für die Bienen erhalten.

 

Volle Honigwaben am Rand und später auch im 2. Honigraum können geerntet werden.

 

2017

Meine Königinnen können sich langsam sehen lassen. Diese Tochter einer F1 Buckfastkönigin ist das größte Exemplar meiner diesjährigen Nachzucht:

Aber auch die weiteren 14 Königinnen, die jetzt jede ihr eigenes Volk durch den Winter bringen sollen sind sehr schöne kräftige Exemplare, die man fast schon gar nicht mehr zeichnen bräuchte...:

... allerdings nur, so lange die anderen Bienen drumherum noch so dunkel sind, das wird sich aber bald deutlich Richtung Orange verschieben, schätze ich mal.

 

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